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Polarisation der Antennen
Es wird zwischen zwei Arten der Polarisation bei Antennen unterschieden: der linearen und der zirkularen Polarisation. Beide Arten haben ihre Vorteile, bzw. Ausprägungen.
Bei der linearen Polarisation bewegen sich die Funkwellen entweder horizontal (seitlich, wie auf einem Blatt Papier) von der Antenne zum Datenträger oder vertikal (von oben nach unten, aber nicht seitlich).
Bei der zirkularen Polarisation bewegen sich die Funkwellen abwechselnd in beide Richtungen, also seitlich und danach vertikal und das immer wieder im Wechsel. Dadurch entsteht eine kreisende Drehung des Funksignals, also eine zirkulare Rotation.
Für die technisch Interessierten unter uns: das wird durch eine abwechselnde 90° Phasenverschiebung des Signals erreicht (siehe Bild rechts).
Polarisationsarten und Öffnungswinkel
Beide Polarisationsarten (linear und zirkular) sind sie für unterschiedliche Anwendungszwecke geeignet.
Die lineare Polarisation bündelt ihre Funkenergie in einer einzigen Ebene (vereinfacht: senkrecht oder waagerecht). Dadurch haben diese Art von Antennen i.d.R. eine deutlich erhöhte Lesereichweite im Gegensatz zu den zirkularen Antennen, da die zirkularen ihre Energie abwechselnd in die senkrechte und waagerechte Ebene ausstrahlen.
Voraussetzung für eine gute und stabile Arbeitsweise bei linearer Polarisation ist die richtige Ausrichtung der Datenträger.
Diese müssen an der Antennenebene ausgerichtet sein, damit sie gelesen werden. Wenn die Antenne z.B. waagerecht ausstrahlt und die Datenträger (und damit auch die kleine Antenne der Datenträger) senkrecht positioniert sind, haben sie nicht die gleiche Ausrichtung und das führt zu vielen Lesefehlern bis hin zu Nichtlesungen.
Dann wird zwar mit viel Power gesendet (man erinnert sich: lineare Antennen haben mehr Leistung, weil die zur Verfügung stehende Power auf nur einer Ebene abgestrahlt wird), aber eben in der falschen Ausbreitung. Vergleichbar mit einem lauten Schreihals, aber mit dem falschen Dialekt das hilft dann wenig.
Sind beide Teilnehmer (Antenne und Datenträger) immer identisch ausgerichtet, dann ist alles fein und man versteht sich auch über größere Entfernungen.
Anwendungen für lineare Polarisation wären zum Beispiel:
• Automatisierte Produktionslinien (Roboter, Bestückungsautomaten, etc.)
• Förderanlagen mit fester Tag-Platzierung (Paletten- oder Kartonförderung)
• Sortieranlagen
• Hochgeschwindigkeits-Fertigungsumgebungen
Die zirkulare Polarisation strahlt Energie quasi in einem rotierenden Korkenziehermuster aus (siehe Bild oben). Das ermöglicht die Kommunikation mit Datenträgern unabhängig von deren Ausrichtung (Antenne der Datenträger senkrecht, waagerecht oder quer).
Die Antenne verteilt die Energie durch die Drehung (Zirkulation) ständig auf verschiedene Ebenen, im Gegensatz zur linearen Polarisation (nur eine Ebene). Eine Verteilung der zur Verfügung stehenden Energie auf mehrere Ebenen bedeutet dann natürlich auch weniger Reichweite.
Die maximale Reichweite im Vergleich zur linearen Antenne sinkt um etwa 3 dB. Das sieht nach nicht viel aus, aber die Nerds unter uns wissen, 3 dB bedeutet eine Verdopplung, bzw. Halbierung! Dafür können die Datenträger aber auch eine x-beliebige Ausrichtung haben, also wild durcheinander (das ist bei vielen Anwendungen unumgänglich).
Beispiele für Anwendungen mit zirkularer Polarisation wären:
• Bestandsverfolgung im Lager
• Erkennung im Einzelhandel
• Versand- und Empfangsdocks
• Verwendung von mobilen RFID-Lesegeräten
• Von Personen getragene/bewegte Objekte
Einfache Auswahlkriterien:
Wählen Sie eine lineare Polarisation, wenn Sie die Datenträgerausrichtung kontrollieren können und eine maximale Reichweite benötigt wird.
Wählen Sie die zirkulare Polarisation, wenn die Datenträgerausrichtung variabel oder unbekannt ist.
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